StartUps der GarageBilk stellen sich vor. Teil 2

KATJA LERNER, KULTURANLEGER - Ihr Anleger für Bildung und Kunst

Katja Lerner Kulturpädagogin

Was ist eigentlich die Aufgabe einer Kulturpädagogin?
Kulturpädagogen arbeiten mit Künstlern zusammen, setzen selbst künstlerische Methoden ein, arbeiten gestalterisch und forschend, um die Teilnehmer in ihrem Ausdruck in Alltagskultur und Kunst anzuleiten und zu begleiten. Kulturpädagogen könnte man gut als Chamäleons beschreiben, die sich in einem breiten Feld der Bildung und Kunst anpassen. Arbeitsfelder können Schulen, Kultureinrichtungen oder auch die Erwachsenenbildung sein. Die Kulturpädagogen arbeiten für die Gesunderhaltung des Menschen im Bereich der Kulturvermittlung und stärken die Wahrnehmungsfähigkeit der Sinne.  Obligatorisch ist natürlich Projektmanagement sowie Beantragung von Projektmitteln.

Wie bist Du auf die Idee gekommen in diesem Bereich selbstständig zu werden?
Ich wollte vielen Menschen die Möglichkeit der sinnstiftenden gestalterischen Tätigkeit anbieten. Inspiriert hat mich dazu u.a. ein  Auftrag direkt nach dem Studium in einem Museum. Auch wünschte ich mir in einem sehr breiten Arbeitsfeld und immer an aktuellen Fragestellungen zu arbeite für die ich Lösungen suchen und kommunizieren kann.

Was genau sind Deine Leistungen?
Die Konzeption, Realisierung und Evaluation von Kunst- und Bildungsprojekten. Hier ein paar Beispiele: Kulturvermittlung und Führungen im Dialog an Museen, in Stadtteilen und bei Bildungsträgern an Ihrem Ort; die Erstellung und Realisierung von pädagogischen Konzepten mit zielgruppenspezifischen Methoden; Management von Bildungskooperationen verschiedener Lernorte; Beratung und Moderation zu Prozessen  und Leitung von Seminaren; Weiterbildung in kulturpädagogischen Methoden für Multiplikatoren

Welche Herausforderungen gab es für Dich auf dem Weg in die Selbstständigkeit?
Eine große Herausforderung war oft dann gegeben wenn Prüfer, Berater oder Lieferanten mich konkret auf meine Firmenidee ansprachen, da die Breite meines Angebots oft  Erstaunen und evtl. auch Skepsis hervorrief.  Da habe ich gemerkt, dass ich meine Arbeit nur über längere Gespräche darstellen kann, um das Gegenüber abzuholen.

Kannst Du uns einen konkreten Auftrag schildern?
Der Auftrag stammt aus einer Kommune in NRW, für die ich Möglichkeiten der Steuerung erarbeite, damit Schüler an Kunst und Kultur in der Stadt auf Dauer beteiligt werden können und somit die Anzahl der Teilnehmer gesteigert werden kann. Meine Aufgabe ist es Problemfelder zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu benennen. Hier gilt es einen Überblick über die Stadtteile zu erhalten und in dem  komplexen System der Kultur- Bildungs- und Jugendarbeit Prozesse zu initiieren, damit die Anerkennung diverser Ansichten ermöglicht wird und eine Entwicklung von längerfristigen Strukturen gesichert wird. Nach einer Phase der Strukturierung geht es nun in das Management der Umsetzung.   
Was kannst Du mit Deiner Erfahrung angehenden Existenzgründern raten? Selbständigkeit braucht sicher Leidenschaft  sowie den Aufbau und die Pflege von aktiven Kontakten.  Vorbilder können helfen hat, doch musst Du um zu überzeugen immer authentisch sein.  Wenn man angekommen ist, heißt es weiter beweglich bleiben.

Wenn Du Dir einen kleinen Ausblick in die Zukunft erlaubst; was steht da auf Deiner Agenda?
Im Aufbau ist ein Seminar für Lehrer und Kulturschaffende zum Thema Kooperationsmanagement in Bildungspartnerschaften, das ich mit einer Kollegin anbieten werde. Ich könnte mir in meinem Unternehmen auch noch eine Person vorstellen, die in der Kulturvermittlung zusätzlich zur Rezeption und Produktion distributiv arbeitet. Hier könnte man durch die Synergieeffekte eine Leistung für Kultureinrichtungen aus einem Guss anbieten.  Strategisch, fachlich und kommunikativ hat der Kulturanleger noch einiges vor.

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